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Im Jahr 2014 war ich am Traunsee und spürte einen Hauch von Norwegen – Berge, die sich im Wasser spiegelten. Eine Skizze nach der anderen entstand, aber diese entsprachen nicht meiner Vorstellung. Ziel war es, das Farbspiel zwischen Himmel und Wasser einzufangen, trotz, oder gerade wegen, ihrer stetigen Veränderung, wie Wolkenflug, Wellengang oder die Reflexion der Sonnenstrahlen.

Die Natur als Vorbild. Landschaften, die sich durch den Stand der Sonne verändern und vom Wind in Bewegung gehalten werden. Gewitter, die sich am Horizont auftürmen. Wolken, die sich verformen und die Phantasie anregen. Wasser, welches den Himmel widerspiegelt und einen verschwommenen Blick auf den Grund frei gibt. Licht und Schatten, Höhen und Tiefen, Spiegelungen und Reflexionen einzufangen und auf einem Papier festzuhalten:

Dazu benötigte es einer neuen Technik der Aquarellmalerei. Viel Wasser zum Auftragen der Farben, immer wieder trocknen, um dann wieder mit reichlich Wasser Farben aufzutragen – nur so erreichte ich die Vielschichtigkeit und Tiefe in den Bildern, die ich mir vorgestellt hatte. Am Anfang spielte der Zufall eine große Rolle, durch ihn lernte ich, die nicht willentlich entstanden Effekte für neue Bilder zu nützen.

Eines haben alle Bilder gemein, jedes enthält einen gewissen Schwarzanteil – manche mehr, manche weniger – und es ist nicht einfach nur schwarz, sondern es wurde aus Ultramarinblau und gebranntem Umbra zusammen gemischt. So entstand die Bezeichnung SCHWARZMALEREI, die jedoch in keinem Zusammenhang mit dem umgangssprachlichen Ausdruck „schwarzmalen“ steht.

In diesem Büchlein zeige ich die Ergebnisse der Arbeiten, die in diesem Jahr entstanden sind. Endlich konnte ich eine Größe der Bilder erreichen, die meinen Vorstellungen entsprach, so haben die Bilder der Reihe SCHWARZMALEREI 003 eine Größe von 100x200cm, im Vergleich dazu: Reihe 001 30x40cm und Reihe 002 100x30cm.

EGOn